Die Folgen sind unwillkürlich auftretende Fehlbewegungen und Fehlhaltungen, die durch anhaltende Muskelkontraktionen charakterisiert sind und für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein können. Über die Schmerzen hinaus können die Auswirkungen einer Dystonie die Lebensqualität der Patienten deutlich herabsetzen, und sie kann altersunabhängig jeden treffen. Es gibt verschiedene Dystonie-Formen, die in Untergruppen unterteilt werden. Die folgenden Informationen beziehen sich auf die spezielle Form der zervikalen Dystonie, häufig auch als Schiefhalssyndrom bezeichnet.

Die Form der zervikalen Dystonie gehört zur Gruppe der fokalen Dystonien, die häufigste Form der Dystonie, die hauptsächlich im Erwachsenenalter auftritt. Man spricht von einer fokalen Dystonie, wenn nur ein einzelner abgegrenzter Bereich (eine Muskelgruppe) betroffen ist. Bei der zervikalen Dystonie sind dies die Hals- und/oder Schultermuskulatur.

Je nach Neigung des Kopfes unterteilt man die zervikale Dystonie in folgende Formen:
Eine zervikale Dystonie kann zu einer Verdrehung (Torticollis), einer Seitwärtsneigung (Laterocollis), einer Überstreckung (Retrocollis) oder einer übermäßigen Beugung des Halses (Anterocollis) führen.

Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden. Neben der medikamentösen und der chirurgischen Behandlung ist die Injektions-Behandlung mit Botulinum-Toxin die wirksamste.        

Informationen zum Krankheitsbild der Dystonie für Patienten und Angehörige finden Sie z.B. über die folgenden Links:

Deutsche Dystonie Gesellschaft e.V.: http://www.dystonie.de/

Selbsthilfeorganisation Bundesverband Torticollis e.V.: www.bvts.de/

Schulungsmaterial zur Anwendung von Botulinumtoxin Typ B (NeuroBloc®) bei zervikaler Dystonie als pdf